Es sollte nach langer Zeit ein schöner und erholsamer Urlaub auf Teneriffa werden … Die Vorfreude bei Familie Meyer war groß. Endlich sitzen alle im Auto und es kann losgehen. Auf dem Weg zum Flughafen geraten sie in einen Stau und sind danach zügig unterwegs – zu zügig, denn kurz vor dem Ziel werden sie geblitzt. Fast 30 km/h zu schnell. Ob da schon ein Fahrverbot droht? Herr Meyer ist als Selbstständiger auf seinen Führerschein angewiesen.

Am Flughafen sind die Schlangen vor dem Check-in gewaltig und es herrscht Chaos. Zum Ärgernis aller wird der Flug kurzfristig gestrichen und Familie Meyer muss zu einem anderen Flughafen fahren, um überhaupt noch an das gewünschte Ziel zu kommen. Zwölf Stunden später erreichen sie übermüdet ihre „Trauminsel“ und fahren mit dem Mietwagen zum Hotel. Bei der Suche nach dem richtigen Weg übersieht Herr Meyer ein Vorfahrtsschild und verursacht einen Unfall. Die Polizei wird gerufen, es gibt Verständigungsschwierigkeiten. Herr Meyer muss seinen Führerschein abgeben und den Mietwagen stehen lassen. Mit dem Taxi geht es weiter zur Unterkunft. Dort wartet die nächste böse Überraschung. Die gebuchte Familien-Suite ist wegen ihrer Verspätung schon anderweitig vergeben. Die Meyers sollen in ein Standardzimmer ziehen. Darüber hinaus ist die Pool-Landschaft wegen Bauarbeiten geschlossen und überhaupt entspricht das Hotel nicht den Versprechungen im Katalog. Die Meyers sind bedient und reisen mit dem nächsten Flieger zurück.

Der Fall der Meyers ist zwar übertrieben dargestellt, aber in der einen oder anderen Situation findet sich jeder Urlauber doch wieder. Unterwegs läuft alles schief, man befindet sich in einer schwierigen Situation und bräuchte dringend juristischen Rat – möglichst sofort. Da wäre es praktisch, immer einen Anwalt dabeizuhaben.

Diesen Wunsch erfüllen Rechtsschutzversicherungen, die als Assistance-Leistung eine Anwalts-Hotline anbieten.

Versicherte erhalten dort sofort juristischen Rat. Falls dieser nicht ausreicht, nimmt sich der angerufene Anwalt bestenfalls direkt der Angelegenheit an. Er wird sofort für den Betroffenen tätig – ohne Terminvereinbarung oder umständliche Fahrt zur Anwaltskanzlei. Der Betroffene muss sich um nichts kümmern und wird angerufen, wenn es etwas abzustimmen gibt.

Zunehmend bieten Rechtsschutzversicherungen ihren Kunden diesen und andere Services über hauseigene Apps für Smartphones an. Betroffene können direkt einen auf ihr Rechtsproblem spezialisierten Rechtsanwalt kontaktieren – auch aus dem Ausland. Das können insbesondere Spezialisten aus dem Arbeits-, Verkehrs- oder Reiserecht sein. Besonders serviceorientierte Rechtsschutzversicherer, wie die LVM Versicherung, bieten E-Mail-Beratungen beispielsweise zur rechtlichen Prüfung von Unterlagen oder Dokumenten an.

Die Möglichkeit, juristisch geprüfte Mustertexte wie z. B. ein Kündigungsschreiben wegen Reisemängeln herunterzuladen, rundet das Angebot ab. Wenn doch einmal der Gang zum Anwalt vor Ort nötig ist, sollten Kunden über die APP eine Empfehlung für einen qualifizierten Anwalt in ihrer Nähe erhalten können – auch im Ausland.

Im Falle der Meyers hätten diese Services noch vor Ort helfen können und einem erholsamen Urlaub hätte nichts mehr im Wege gestanden.

■ Anne Hilchenbach

Sie stehen morgens auf, machen sich auf den Weg zur Arbeit und in der Hektik werden Sie geblitzt. Im Unternehmen wartet schon ein Mitarbeiter, welcher mit einem von Ihnen angefertigten Arbeitszeugnis nicht einverstanden ist. Nach Ihrem wohlverdienten Feierabend erzählt Ihr Partner, der Nachbar plane eine Grenzbebauung zu Ihrem Grundstück, die den Bauvorschriften nicht entspricht.
Egal, ob beruflich oder privat – eine Auseinandersetzung kommt meist unerwartet. Und sobald ein Disput begonnen hat, kann es schnell zum Rechtsstreit kommen. Aus solchen alltäglichen Situationen können Differenzen resultieren, die nicht nur Nerven, sondern auch viel Geld kosten. Besonders in derartigen Situationen ist ein guter Rat wichtig, aber auch teuer – jedoch nicht, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Sie mit Ihren finanziellen Mitteln eine Meinungsverschiedenheit bis hin zu einem Rechtsstreit tragen können?
Im Falle eines außergerichtlichen Verfahrens mit einem Streitwert von 10.000 Euro kommen ca. 2.000 Euro auf Sie zu. Auch die Höhe der Kosten bei einem Klageverfahren in der ersten Instanz richtet sich nach dem Streitwert – bei einem Streitwert von 10.000 Euro fallen Kosten in Höhe von circa 4.500 Euro an. Davon beziehen sich rund 3.800 Euro auf die Anwaltskosten, der Anteil der Gerichtskosten liegt bei circa 700 Euro.1

Selbst wenn Sie einen Streit gewinnen, tragen Sie zwar grundsätzlich keine Kosten, sollte die andere Partei allerdings insolvent sein, stehen Sie trotzdem in der Zahlungspflicht. Wenn Sie verlieren, tragen Sie sowohl Ihre als auch die gegnerischen Kosten.

Eine Besonderheit gibt es im Arbeitsrecht. Hier trägt jeder seine Kosten bis zur ersten Instanz immer selbst, unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.

2018 leisteten Deutsche Rechtsschutzversicherer 2,809 Milliarden Euro für Rechtsanwälte, Gerichte und weitere beteiligte Personen in einem Rechtsstreit. Im Jahr 2020 lagen die Kosten bereits bei 3,236 Milliarden Euro.2 Die Kosten für Rechtsschutzversicherer steigen jährlich an. Gründe dafür sind stetig steigende Rechtsanwaltsgebühren, Gerichtskosten, die Honorare der Gutachter und Streitwerte – wie die Tabelle aus 2018 beispielhaft zeigt.

Rechtsstreitigkeiten können mitunter Ihre unternehmerische Existenz gefährden. Wie soll die Zukunft gesichert werden, wenn ein teurer Rechtsstreit ohne eigenes Verschulden eintritt? Auch wenn Sie sich nicht streiten wollen, kann es immer passieren, dass die gegnerische Partei das anders sieht. Im Falle einer Niederlage bleiben Sie dann auf den Kosten sitzen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt dieses Kostenrisiko.

Was leisten Rechtsschutzversicherer außerhalb des Gerichts eigentlich noch?
Von 2.079 befragten Menschen einer YouGov-Studie würden 61 Prozent eine erste rechtliche Beratung in Anspruch nehmen. 3 Gute Rechtsschutzversicherer bieten Ihnen daher eine schnellstmögliche anwaltliche Beratung für alle Rechtsfragen telefonisch oder per E-Mail – egal, ob Sie privat oder als Selbstständiger betroffen sind.

Gerichtliche Streitigkeiten sind in der Regel öffentlich und können für Selbstständige Imageschäden nach sich ziehen. Gute Rechtsschutzversicherer vermitteln daher auch telefonische Mediationsverfahren, um ein gerichtliches Verfahren zu vermeiden. Wegen der von beiden Seiten mitgetragenen Lösung sind die Parteien nach der Mediation sogar zumeist zufriedener als nach einer juristischen Auseinandersetzung und die Geschäftsbeziehung wird gewahrt.

Sie kennen sicherlich auch die Situation, dass ein Gast oder Kunde über Ihr Unternehmen eine unberechtigte, negative Rezension im Internet – z. B. bei Google – schreibt, die Sie dringend entfernen möchten? Selbst dafür bieten Ihnen einige Rechtsschutzversicherer geeignete Rechtsdienstleistungen über ihre Kooperationspartner an.

Es ist in jedem Fall sinnvoll, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Durch diese haben Sie die Chance, die Interessen Ihres Unternehmens oder Ihres Privatlebens bei außergerichtlichen und gerichtlichen Differenzen durchzusetzen. Dies erfolgt unabhängig von Ihren finanziellen Möglichkeiten, da Sie durch die Unterstützung der Rechtsschutzversicherungen finanziell nicht belastet werden. So entsteht eine Chancengleichheit für jeden Kunden, zu seinem Recht zu gelangen. Die Rechtsschutzversicherung steht Ihnen zur Seite.

Wie gehen Rechtsschutzversicherer mit ungewissen Zeiten um?
Ungewisse Zeiten liefern Streitpotenzial – das haben Sie sicherlich mitbekommen. Bereits vor der Corona-Pandemie begann alle 4 Sekunden ein Rechtsstreit in Deutschland.4 Doch mit Eintritt der Pandemie nahm die Verunsicherung in der Gesellschaft zu, sodass sich viele Versicherte an ihren Rechtsschutzversicherer wandten. So kam es, dass mit dem Beginn des Lockdowns 200.000 Versicherte eine telefonische Erstberatung beim Anwalt in Anspruch nahmen, wohingegen es vor dem Lockdown im Februar 2020 nur 125.000 waren.5

Sowohl in der Vergangenheit als auch in der aktuellen Situation, hat sich die Rechtsschutzversicherung in der Bevölkerung bewährt. Egal, ob der Dieselskandal, die Thomas Cook-Pleite, die Corona-Pandemie oder der aktuelle Ukrainekrieg, Rechtsschutzversicherer standen und stehen Ihnen in jeder schwierigen Situation mit Rat und Tat zur Seite. Sie reagieren auf Veränderungen in Krisen und steigern das Angebot der Beratungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch speziell für den Bedarf ausgelegte Sorgen-Hotlines. Umso mehr ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll, da sie auch in schwierigen Zeiten die Gewissheit gibt, wenn es darauf ankommt, bei Streitigkeiten oder vor Gericht, nicht allein dazustehen. Denn Recht haben und Recht bekommen sind oftmals zwei unterschiedliche Paar Schuhe!

1 Quelle: Berechnungen des GDV 2018 „Was kostet eine Klage? Kosten bis zur Gerichtsentscheidung in der 1. Instanz“
2 Quelle: Statista 2021 „Beiträge und Leistungen in der Rechtsschutzversicherung in Deutschland von 1976 bis 2020“
3 Quelle: GDV/YouGov Februar 2022 „Versicherer sind Rechtsdienstleister“
4 Quelle: ADVOCARD Rechtsschutzversicherung AG
5 Quelle: Berechnungen des GDV 2021 „Corona-Jahr 2020: Immer mehr Verbraucher suchen Rat bei ihrem Rechtsschutzversicherer“
6 Quelle: Statistische Bundesamt 2018

■ Lisa Marie Ketteler-Eising
■ Jannis Elfering
■ Sarah Hecker

Für Unternehmer gibt es viele Strategien, sich vom Wettbewerb abzuheben und neue Kunden zu gewinnen. Die Produktdifferenzierung ist dabei ein Klassiker. Sie dient dazu, sich hinsichtlich Angebot, Produkten, Dienstleistungen oder Service von der Konkurrenz zu unterscheiden.
Das Erfrischungsgetränk Coca Cola beispielsweise wurde in den letzten Jahrzehnten für unterschiedliche Kundensegmente immer wieder um eine Vielzahl von Produktvarianten ergänzt: Cherry Coke, Coca-Cola light, Coca-Cola koffeinfrei, Coca-Cola light Plus Lemon, Coca-Cola Zero usw.
Wen wundert es, dass die Produktdifferenzierung auch schon längst in der Rechtsschutzbranche angekommen ist.
Bis 1994 verwendeten allerdings alle Rechtsschutzversicherer einheitliche Bedingungen, die zuvor durch das zuständige Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) genehmigt wurden. Deshalb sind die sogenannten Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen ARB 75 und ARB 94 nach wie vor standardisiert. Erst mit dem „3. Gesetz zur Durchführung der versicherungsrechtlichen Richtlinien des Rates der EG“ vom 21. Juli 1994 wurde die Genehmigungspflicht für Versicherungsbedingungen abgeschafft.
Damit war in der Branche der Produktdifferenzierung Tür und Tor geöffnet.
Klassische Produktdifferenzierung
Einige Versicherer ergänzten daraufhin die ursprünglichen Produktlinien für Verkehr, Privat, Gewerbe oder Landwirtschaft um ein oder zwei Premiumvarianten, andere schlüsselten die Produkte in ihre Bestandteile auf und erfanden ein Bausteinsystem, welches sie laufend mit neuen zeitgemäßen Bausteinen ergänzten (z. B. Rechtsschutz für Erneuerbare Energien, Cyber Rechtsschutz). Eine weitere Differenzierung lieferten verschiedene Selbstbeteiligungsmodelle bis hin zu einem Bonus-Malus-System wie bereits aus der Kraftfahrtversicherung bekannt. Und schließlich wurden für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Ärzte) oder Hobbys (z. B. Jäger, Tierhalter) maßgeschneiderte Rechtsschutzprodukte entwickelt.
Tabus brechen
Innovative Versicherer gehen heute noch weiter, um sich vom Markt abzuheben. Sie versichern Streitigkeiten, die bislang gar nicht versicherbar waren. So verhält es sich u. a. für streit- und kostenintensive Bereiche wie beispielsweise Ehe- und Unterhaltsrecht, Baurecht, Kapitalanlagenrecht – und sogar für vorvertragliche Angelegenheiten, bei denen eine Rechtsschutzversicherung für bereits eingetretene Schadenfälle erlangt werden kann. Natürlich werden all diese Erweiterungen bei der Kalkulation des Beitrags berücksichtigt und machen das Produkt letztendlich teurer. Der Kunde soll entscheiden, ob es ihm das wert ist.
Weg vom Kostenerstatter – hin zum Servicevermittler
Ureigenste Bestimmung der Rechtsschutzversicherung ist die Erstattung von Rechtsanwalts- und Gerichtskosten. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten die Anbieter viele darüber hinausgehende Rechts-Services, um sich vom Markt abzuheben. Inzwischen gehört folgendes fast zum Standard einer jeden Rechtsschutzversicherung: die jederzeit erreichbare Anwalts-Hotline und E-Mail Beratung, die Bereitstellung von juristisch geprüften Mustertexten oder die Vermittlung von Mediationen. Sogar eher rechtsschutzferne Dienstleistungen wie Forderungsmanagement mit Inkasso-Service und Bonitätsprüfung oder das Entfernen von persönlichkeits- oder rufschädigenden Einträgen oder Rezensionen in Internetportalen werden angeboten.
Konkurrenz Legal Tech
Aufmerksam betrachten viele Rechtsschutzversicherungen den wachsenden Markt der Legal Tech-Plattformen wie z. B. die des Flugrechte-Spezialisten „Flightright“. Denn es gibt Parallelen im Geschäft: Sowohl die Legal-Tech Plattformen als auch die Versicherungen ermöglichen es dem Kunden, ihre Rechte wahrzunehmen. Für den Kunden macht es keinen Unterschied, ob er eine regelmäßige Prämie bezahlt und eine Rechtsschutzversicherung seinen Rechtsstreit begleicht oder ob eine Legal Tech-Plattform die Kosten individuell für einen Fall übernimmt und eine Prämie im Erfolgsfall fällig wird. Das zuletzt genannte Modell könnte für ihn sogar tendenziell attraktiver sein, da die Kosten tatsächlich nur dann anfallen, wenn das Problem konkret auftaucht. Diese Plattformen sind deshalb für die Rechtsschutzversicherer einerseits Konkurrenz und andererseits potenziell als Vorlage für die Erweiterung ihres Portfolios interessant. So gibt es bereits Versicherungen, die mit ihnen kooperieren und sich auf diese Weise vom Markt differenzieren.
Herausforderung für Kunden
Keine Frage – Differenzierung belebt das Geschäft. Sie macht es den Kunden aber auch immer schwerer, sich einen Überblick zu verschaffen und das passende Produkt auszuwählen. Eine individuelle ausführliche Beratung vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist daher unerlässlich.

■ Anne Hilchenbach

Moderne Rechtsschutzversicherungen bieten ihren Kunden neben der Kostenerstattung immer mehr Rechtsservices, die in entscheidenden Situationen helfen.

Zahntechniker Martin Mormann weiß davon zu berichten. Ihm war die Anwalts-Hotline seiner Rechtsschutzversicherung eine sehr große Hilfe. Sein Sohn hatte sich bei einem Fußballspiel die Hand verletzt. Eine Zerrung diagnostizierte der Arzt im Krankenhaus. Als sich die Verletzung nicht besserte, kam bei einer erneuten Untersuchung heraus, dass es sich um einen Kahnbeinbruch handelte, der bereits degenerative Veränderungen nach sich gezogen hatte. Eine aufwendige Operation wurde notwendig. Die Zerrung war demnach eine klare Fehldiagnose – das Krankenhaus wollte Mormanns Sohn mit einer Zahlung von 3000 Euro Schadenersatz abspeisen. Viel zu wenig, wie Mormann fand. Aber gegen ein Krankenhaus und die dahinterstehende Haftpflichtversicherung vorgehen? Ist man da nicht von Anfang an chancenlos?

Die Anwälte der Anwalts-Hotline der LVM Versicherung machten Mormann Mut; die von seiner Rechtsschutzversicherung empfohlenen Spezial-Anwälte vertraten seinen Sohn im Prozess und erstritten letztendlich eine um ein Vielfaches höhere Summe Schmerzensgeld. Ohne den anfänglichen Rat des Rechtsanwaltes der Anwalts-Hotline hätte er den langwierigen Prozess gegen den vermeintlich stärkeren Gegner wohl nicht angetreten – da ist sich Mormann sicher.

Tatsächlich glauben nach einer Forsa-Umfrage* 52 Prozent der Deutschen, dass derjenige einen Prozess gewinnt, der den besseren Anwalt hat. Allerdings kann ein Laie kaum die Qualität eines Anwalts oder gar die Erfolgsaussichten eines Prozesses beurteilen. Die hohen Kosten eines Rechtsstreits schrecken sogar zwei Drittel (71 Prozent) der Deutschen ab.

Eine Rechtsschutzversicherung schafft daher wichtige Chancengleichheit: Sie steht dem Versicherten nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, was die Auswahl eines spezialisierten Anwalts betrifft – der wiederum die Erfolgsaussichten eines Prozesses bewerten kann. Sie schützt auch vor dem Kostenrisiko, das mit Rechtsstreitigkeiten einhergeht.

Auch in einem anderen Fall half die Rechtsschutzversicherung laut Mormanns Schilderung: Sein Mitgeschäftsführer rutschte an einem Wintertag auf einem vereisten Gehweg aus und meldete sich krank. Mormann musste Aufträge stornieren und erlitt einen Schaden von mehreren Tausend Euro. Die empfohlenen Anwälte der gemeinsamen Firmen-Rechtsschutzversicherung konnten schon im außergerichtlichen Verfahren den kompletten Schaden durchsetzen.

Services, auf die Sie beim Rechtsschutz achten sollten:

◗◗ Kostenfreie Anwalts-Hotline
… wenn Sie direkt am Telefon von unabhängigen Anwälten erfahren möchten, wo Sie rechtlich stehen. Im besten Fall gilt das für Fälle aus dem Privat- und dem Gewerbebereich und sogar für Fälle, die eigentlich nicht versichert sind. Gegebenenfalls können die spezialisierten Anwälte der Anwalts-Hotline für Sie im Anschluss an die telefonische Erstberatung auch – außergerichtlich – tätig werden. Damit entfällt ein lästiger, zeitaufwendiger Besuch bei einem Anwalt vor Ort.

◗◗ Mail-Beratung inklusive Dokumenten- und Webseiten-Check
… wenn eine telefonische Beratung nicht in Betracht kommt oder Sie Unterlagen, zum Beispiel Verträge, prüfen lassen möchten.

◗◗ Anwaltsempfehlung
… wenn Sie einen qualifizierten Rechtsanwalt vor Ort benötigen, zum Beispiel einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

◗◗ Mediation
… wenn Sie lieber auf Schlichten statt auf Streiten setzen möchten. Eine Mediation bietet viele Vorteile: Sie geht schnell, verhärtete Fronten werden vermieden und sie ist diskret ohne Imageschaden. Die Rechtsschutzversicherung sollte Ihnen gute Mediatoren vermitteln können und es sollte sichergestellt sein, dass für Sie bei einer gescheiterten Mediation der Rechtsweg weiter offensteht – und dass Sie frei entscheiden können, ob für Sie überhaupt eine Mediation in Betracht kommt.

◗◗ Ein gutes Forderungsmanagement
mit Bonitätsprüfung, Inkasso-Service und Firmen-Vertrags-Mediation.

◗◗ Löschung rufschädigender Inhalte im Internet
wie negative Rezensionen bei Google, Facebook, Instagram und Co.
Tipp
Rechtsschutz ist wichtig, er kann das Überleben eines Betriebes sichern. Selbstständige sollten aber – wie Martin Mormann es getan hat – darauf achten, dass neben dem Firmen-Rechtsschutz sowohl der private Bereich als auch der Verkehrsbereich mitversichert sind. In den Versicherungsagenturen bei Ihnen vor Ort erhalten Sie eine umfassende Beratung für die richtige Versicherungswahl.

■ Anne Hilchenbach

*Forsa-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus 2013

Seit dem Inkrafttreten am 25. Mai 2018 (IGU berichtete in der Ausgabe 3/2017) ist die Datenschutz-Grundverordnung in aller Munde und beschert Gewerbetreibenden viel Kopfzerbrechen. Welche Regelungen sind zu beachten, wie kann man sich im Fall eines unbeabsichtigten Verstoßes schützen und welche eigenen Rechte hat man?

Hintergrund
Die Datenschutz-Grundverordnung soll den Datenschutz in der EU vereinheitlichen und ins moderne Internetzeitalter befördern. Als EU Verordnung gilt sie unmittelbar für alle Mitgliedsstaaten gleich. Neben der DSGVO ist gleichzeitig das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) in Kraft getreten. Zweck des BDSG-neu ist es unter anderem, Vorgaben zur nationalen Umsetzung der DSGVO zu erfüllen und beispielsweise strafrechtliche Regelungen aufzunehmen.

Inhalte
In 99 Artikeln regelt die DSGVO, wie Unternehmen – aber auch z. B. Behörden und Vereine – mit personenbezogenen Daten umgehen sollen. Viele Unternehmen haben schon reagiert. Offensichtlichste Veränderungen, die in den letzten Monaten Nutzern auf fast jeder Webseite, aber auch im sonstigen Geschäftsalltag begegneten, sind überarbeitete Datenschutzerklärungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Auch die IGU hat in der Ausgabe 2/2018 der „inhalte“ ihre Mitglieder darauf angesprochen.

Kontrolle
In jedem EU-Land sollen unabhängige Aufsichtsbehörden über die Umsetzung der Verordnung wachen. In Deutschland sind das die Datenschutzbehörden der Bundesländer und die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff. Die Aufsichtsbehörden haben das Recht, zum Beispiel von Firmen Informationen einzufordern, die die Kontrolleure für ihre Arbeit benötigen. Dafür dürfen sie auch Ortsbesuche in den Geschäftsräumen machen. Außerdem führen die Behörden Datenschutzüberprüfungen durch.

Sanktionen
Die zuständigen Aufsichtsbehörden können Verwarnungen aussprechen und fordern, dass der Missstand innerhalb einer Frist behoben wird, sie können dafür sorgen, dass personenbezogene Daten eines Nutzers berichtigt, gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt werden. Vor allem können sie auch Bußgelder verhängen, die deutlich höher sind als bei Verstößen gegen das bisherige Bundesdatenschutzgesetz – je nach Schwere des Verstoßes bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des Vorjahresumsatzes. Unter Umständen haften Verantwortliche sogar mit ihrem Privatvermögen – je nach Unternehmensform. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Bußgeldverfahren öffentlich werden und zu Reputationsschäden führen.

Datenschutzverstöße können auch Straftatbestände nach sich ziehen. Diese sind im BDSG-neu geregelt und sehen einen Strafrahmen von bis zu 3 Jahren vor.

Schadenersatz
Mit Artikel 82 DSGVO wurde eine zentrale Anspruchsgrundlage zum Ersatz materieller und immaterieller Schäden aufgrund Datenschutzverletzungen geschaffen. Durch eine Beweislastumkehr wird die Anspruchsbegründung der Betroffenen erheblich erleichtert und die ersten Klagewellen sind bereits zu verzeichnen. Die Schadenersatzsumme ist in der Höhe nicht begrenzt. Zur Bestimmung des materiellen Schadens ist unter Berücksichtigung der EuGH Rechtsprechung eine weite Auslegung zu erwarten. Die Höhe des Schmerzensgeldes wird sich dann wohl – ähnlich der amerikanischen Rechtsprechung – an der Genugtuungs- und Abschreckungsfunktion und nicht an der in der Regel wesentlich günstigeren Ausgleichsfunktion orientieren.

Rechtsschutzversicherung
Wenn aufgrund eines Verstoßes gegen die DSGVO oder gegen das BDSG-neu gegen einen Gewerbetreibenden ein Ordnungswidrigkeiten- oder gar Strafverfahren eingeleitet wird, kann er gelassen bleiben, sofern er eine gute Rechtsschutzversicherung hat. Diese übernimmt das Prozessrisiko. Im Einzelnen:

In den gängigen Rechtsschutzversicherungen ist der Ordnungswidrigkeiten Rechtsschutz im selbstständigen Bereich enthalten. Bessere Rechtsschutzversicherungen bieten hierfür im Rahmen eines Spezial-Strafrechtsschutzes einen wesentlich weitergehenden Rechtsschutz, z. B. wenn der mandatierte Rechtsanwalt über das gesetzliche Honorar hinaus eine Honorarvereinbarung verlangt oder gar eine Straftat nach dem BDSG-neu vorgeworfen wird. Mit einem Daten-Rechtsschutz ist auch die gerichtliche Abwehr von Ansprüchen Betroffener auf Auskunft, Sperrung oder Löschung nach der DSGVO bzw. dem BDSG-neu versichert.

Geht es um die Geltendmachung von eigenen Schadenersatzansprüchen im gewerblichen oder privaten Bereich, weil ein Dritter gegen die Vorschriften des DSGVO bzw. des BDSG-neu verstoßen hat, besteht über den Schadenersatz-Rechtsschutz Deckung.

Tipp: LVM-Rechtsschutz stärkt seinen Gewerbekunden mit dem Gewerbe-Kombi Rechtsschutz den Rücken mit einem umfassenden Paket – auch im Hinblick auf die DSGVO und das BDSG-neu. Von Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz über Spezial-Straf-Rechtsschutz bis hin zum Daten-Rechtsschutz sind alle wichtigen Leistungen enthalten. Das gilt natürlich auch für den Schadenersatz-Rechtsschutz. LVM-Rechtsschutz bietet seinen Versicherten darüber hinaus hilfreiche Services: Mit einer anwaltlichen E-Mail-Beratung kann z. B. die firmeneigene Webseite datenschutzrechtlich gecheckt werden. Eine einzigartige Dienstleistung wird mit dem Service-Partner „Dein guter Ruf“ geboten: Dieser sorgt dafür, dass rufschädigende Einträge im Internet, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, gelöscht werden.

■ Anne Hilchenbach

Wer heute wegen eines Rechtsstreits vor Gericht ziehen will, muss mit hohen Anwalts- und Gerichtskosten rechnen. Nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stiegen die durchschnittlichen Ausgaben für Anwälte und Gerichte von 2012 bis 2016 um 19 Prozent. Basis der GDV-Analyse sind rund 1,4 Millionen Streitfälle pro Jahr in der Rechtsschutzversicherung. Sie bilden vornehmlich alltägliche Rechtsstreitigkeiten ab, die jedermann treffen können.

Aktuell kann nach GDV-Berechnungen etwa der Kündigungsschutzprozess eines Durchschnittsverdieners deutlich über 3.000 Euro kosten oder ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einem Punkt in Flensburg immerhin schon fast 900 Euro. Wer den Kaufvertrag eines Mittelklasse-Neuwagens wegen Mängeln rückabwickeln will, muss im Fall einer Niederlage vor Gericht mit Kosten von über 8.000 Euro rechnen. Die höchste Kostensteigerung von über 200 Prozent haben Miet- und Pachtminderungsstreitigkeiten entwickelt. Dafür ist neben den gestiegenen Prozeßkosten eine geänderte Rechtsprechung zur Errechnung des Streitwertes verantwortlich.

Gute Gründe für guten Rechtsschutz
Eine Klage mit einem Streitwert von 10.000 Euro kostet bis zum erstinstanzlichen Urteil über 4.500 Euro – davon sind rund 700 Euro Gerichtskosten und rund 3.800 Euro Anwaltsgebühren. Die im Prozess unterlegene Partei muss sowohl die Gerichtskosten als auch die Gebühren für den eigenen und den gegnerischen Anwalt übernehmen. Selbst wenn man die Klage gewinnt, ist man vor Kosten nicht gefeit. Im Arbeitsrecht z. B. trägt jeder seine erstinstanzlichen Kosten – egal, wie der Rechtsstreit ausgeht. Und ist der Gegner insolvent, bleibt man ebenfalls auf seinen Kosten sitzen.

Wer nicht aus Kostengründen auf sein Recht verzichten will, dem hilft eine Rechtsschutzversicherung. Schon jetzt übernehmen für mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland Rechtsschutzversicherungen das Kostenrisiko möglicher Rechtsstreitigkeiten. Im Jahr 2016 wendeten die Rechtsschutzversicherer für 4,2 Millionen Streitfälle rund 2,8 Milliarden Euro auf. Rund 85 Prozent der Zahlungen waren Anwaltshonorare.

Quelle: https://www.gdv.de/de/themen/news/recht-bekommen-wird-teurer-33148

■ Anne Hilchenbach

In Zeiten von hartem Wettbewerb und stetig steigendem Kostendruck beginnen Umstrukturierungen und Sanierungsmaßnahmen im Unternehmen oft mit einem Austauschen einzelner Geschäftsführer oder der gesamten bisherigen Geschäftsleitung. Selbst junge Unternehmen sollen schnell schwarze Zahlen schreiben und die Investitionen amortisieren.
Obwohl viele Manager auch nichtsahnend auf einem Schleudersitz sitzen, sind die meisten nicht ausreichend Rechtsschutz versichert. Vorsichtigen Schätzungen zufolge haben nur etwa zwei bis drei Prozent aller Manager hierzulande eine entsprechende Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.
Vielen ist nicht klar, dass der Karriereaufstieg etwa zum Geschäftsführer den Verlust des privaten Rechtsschutz- Versicherungsschutzes im beruflichen Bereich bedeutet, obwohl er gerade dann wichtig wird. Denn nach den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB) besteht zwar Versicherungsschutz für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus Arbeitsverhältnissen – Streitigkeiten der Geschäftsführer aus ihrem Anstellungsverhältnis sind jedoch nicht mitversichert.
Während also Führungskräfte aus der zweiten Reihe über ihre private Rechtsschutzversicherung vor arbeitsrechtlichen Risiken geschützt sind, müssen sich Geschäftsführer und Vorstände gesondert versichern. Sonst laufen sie bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit ihrem Unternehmen Gefahr, vorzeitig klein beigeben zu müssen, weil ihnen das Prozessrisiko über den Kopf wächst.
So kostet beispielsweise ein Rechtsstreit über die Kündigung eines Geschäftsführers einer GmbH mit einem Jahresgehalt von 150.000 Euro rund 62.000 Euro in zwei Instanzen (s. Kasten) – außergerichtliche Kosten und Gutachter-Honorare noch nicht eingerechnet.
Eine Lösung für diese Streitigkeiten bietet der Anstellungsvertrags-Rechtsschutz. Er umfasst die Kosten außergerichtlicher und gerichtlicher Streitigkeiten, zum Beispiel für die Überprüfung einer Kündigung oder die Durchsetzung der Ansprüche auf Tantiemen oder für Streitigkeiten rund um die betriebliche Altersversorgung.

Beispielrechnung

Der Geschäftsführer einer GmbH oder der Vorstand einer Gesellschaft erhält eine fristgemäße Kündigung, Jahresgehalt 150.000 Euro, Streitwert 450.000 Euro (3 Jahresgehälter).
Gerichtliche Kosten gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und Gerichtskostengesetz.
Hinzukommen können noch außergerichtliche Kosten, Gutachterkosten oder Zeugenauslagen:

■ Anne Hilchenbach

Rechtsschutzversicherung im Wandel der Zeit

Eine Rechtsschutzversicherung trägt beim Rechtsstreit die Kosten. Diese Feststellung ist für Rechtsschutzversicherungen schon lange zu einseitig. So haben sich die Rechtsschutzversicherer immer mehr vom reinen Kostenerstatter zum Vermittler von Rechtsdienstleistung entwickelt. Mit diesen Serviceangeboten helfen sie ihren Kunden, Konflikte schon im Vorfeld zu vermeiden oder mit professioneller Hilfe beizulegen.
Die LVM-Rechtsschutzversicherung hat die Bedürfnisse ihrer Kunden schon lange erkannt. Die LVM-Anwaltshotline wurde vor über 10 Jahren eingeführt. Weitere Services folgten, zum Beispiel die Mailberatung mit Dokumenten- und Webseitencheck oder die Mediation.

Diese Services haben es in sich

Die LVM-Anwalts-Hotline 0800 – 70 20 123
Über die kostenfreie LVM-Anwalts-Hotline erfahren die Kunden direkt am Telefon von einem unabhängigen Rechtsanwalt, wo sie rechtlich stehen. Das gilt für Fälle aus dem Privatbereich und dem Gewerbebereich. In den LVM-Premiumprodukten gilt dies sogar in sonst nicht versicherten Fällen auch ohne dass ein Rechtsschutzfall bereits eingetreten sein muss.
Der Anwalt klärt für den Kunden am Telefon zum Beispiel folgende Fragen:
◗◗ Wie ist die Situation juristisch einzuschätzen?
◗◗ Was sind die nächsten Schritte?
◗◗ Wie sieht eine gute Lösung aus?
Soll es nach der telefonischen Rechtsberatung weiter gehen, dann kann der Kunde in versicherten Fällen auf Wunsch über die Anwalts-Hotline auch die außergerichtliche und die gerichtliche anwaltliche Vertretung in Anspruch nehmen. Damit bleibt es für den Kunden bei einem Ansprechpartner und er muss sich nicht um einen Anwalt vor Ort kümmern.
Die LVM-Mailberatung inklusive Dokumenten- und Webseitencheck
Wenn eine telefonische Beratung nicht in Betracht kommt oder vom Kunden nicht gewünscht wird, können sich LVM-Kunden auch schriftlich von unabhängigen Rechtsanwälten beraten lassen. Dafür registriert sich der Kunde auf der Homepage der Anwaltskanzlei alege und kann dort den Mailservice und weitere Angebote nutzen. Die schriftliche Beratung bevorzugen die Kunden besonders für die Prüfung von Verträgen, einem Testament oder einer Kündigung. Als besonderen Service bietet die LVM hier auch die Prüfung der Webseite des Kunden an – egal, ob privat oder gewerblich.
Der LVM-Formular-Service
Auf der Homepage der Anwaltskanzlei alege finden LVM-Kunden verschiedenste geprüfte Mustertexte zu zahlreichen Rechtsgebieten. Sie sind zum kostenlosen Download bestimmt. Von A wie Arbeitsvertrag über K wie Kündigungsschreiben bis hin zu Z wie Zahlungsverweigerung bei Internetabzocke finden die Kunden dort vorformulierte Schreiben für den täglichen Gebrauch. Darüber hinaus finden sich auch ausgearbeitete Patienten-, Betreuungs- und Vorsorgevollmachten und ganz aktuell ein Musterschreiben zum Abgasskandal.
Das LVM-Anwaltsnetz
LVM-Rechtsschutz arbeitet bundesweit mit unabhängigen, renommierten Anwaltskanzleien mit besonders hoher Fachanwaltsdichte zusammen. Auf Wunsch werden den Kunden Anwälte aus diesem Netz empfohlen. LVM Kunden profitieren davon gleich doppelt – nicht nur von einer optimalen Empfehlung eines kompeteten Ansprechpartners vor Ort, sondern auch von einer bevorzugten Behandlung durch schnellstmögliche Termine oder verringerte Wartezeiten.
Die LVM-Mediation
Schlichten, statt streiten: LVM-Rechtsschutz empfiehlt und bezahlt auch einen Mediator, der zwischen dem Kunden und der anderen Partei vermittelt. Denn eine Mediation hat gegenüber der Einschaltung eines Rechtsanwaltes viele Vorteile:
◗◗ Zeitvorteil: Mediation geht sehr schnell – schon in wenigen Tagen liegt meist ein Ergebnis vor. Der Kunde muss also zum Beispiel nicht sein Auto unrepariert monatelang bis zur Beweisaufnahme in einem gerichtlichen Verfahren stehen lassen und ist schnell wieder „mobil“.
◗◗ Gütliche Einigung: Der Mediator kann auch juristisch nicht relevante Hintergründe der Auseinandersetzung berücksichtigen. Streit und verhärtete Fronten werden vermieden. In der Regel können daher alle mit dem Ergebnis „gut leben“. Ein wichtiger Vorteil gerade für Geschäftspartner.
◗◗ Diskretion: Gerichtliche Auseinandersetzungen sind öffentlich – Mediation bleibt diskret hinter verschlossenen Türen und ein Imageschaden wird vermieden.
◗◗ Hohe Zufriedenheit: Wegen der von beiden Seiten mitgetragenen Lösung und wegen der Berücksichtigung von Hintergründen, die im Prozess keine Rolle gespielt hätten, sind die Parteien nach der Mediation zufriedener als nach einer rechtlichen Auseinandersetzung.
◗◗ Kein Zwang: Wenn die Mediation zu keiner einvernehmlichen Lösung führt, steht LVM-Kunden der Rechtsweg weiterhin offen.
Das LVM-Forderungsmanagement
Die sinkende Zahlungsmoral von Geschäftspartnern oder Kunden kann schnell zum Problem werden, da sie Liquidität entzieht. Gewerblichen Kunden bietet die LVM-Rechtsschutzversicherung daher über ihre Service-Partner ein umfassendes, modernes Forderungsmanagement, welches hilft, Zahlungsausfälle und langwierige Verfahren zu vermeiden.
◗◗ Die Bonitätsprüfung informiert die Kunden über die Zahlungsfähigkeit ihrer (potenziellen) Kunden
◗◗ Der Inkasso-Service hilft an entscheidender Stelle. Er sorgt für die außergerichtliche Einziehung unstreitiger Geldforderungen. Aufträge für den professionellen Service können die Kunden ganz einfach und schnell über das Internet erteilen.
◗◗ Bei der telefonischen Firmen-Vertrags-Mediation findet ein neutraler Mediator mit allen Beteiligten eine akzeptable Lösung – ganz praktisch und zeitschonend per Telefon.
Experten-Rat von FOCUS-MONEY
Faire Versicherer vermitteln im Ernstfall schnell kompetente Rechtshilfe – so lautet der Expertenrat in einer FOCUS-MONEY Untersuchung von Rechtsschutzversicherern Ende letzten Jahres. In dieser Untersuchung verlieh FOCUS-MONEY das Label „Fairster Rechtsschutzversicherer“ an LVM-Rechtsschutz. In den Teiluntersuchungen zu Kundenberatung, Tarifleistung, Kundenservice und Kundenkommunikation erhielt LVM-Rechtsschutz die Höchstnote „Sehr gut“.
Dieses hervorragende Ergebnis wurde jüngst durch eine Studie der ServiceValue GmbH für den „Service- Atlas Rechtsschutzversicherer 2016“ bestätigt. In der Gesamtwertung erhielt die LVM-Rechtsschutzversicherung dort ebenfalls die Bestnote „sehr gut“. In dem Bereich Kundenservice führte sie sogar das Feld als Testsieger an und punktete insbesondere mit sehr guter Erreichbarkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz von Mitarbeitern.
■ Anne Hilchenbach

Die meisten Deutschen schätzen den finanziellen Aufwand eines Rechtsstreits zu niedrig ein. Das zeigt eine repräsentative Forsa Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Mehr als die Hälfte der Befragten wusste nicht, wie hoch die Gebühren für einen Anwalt, für das Gericht oder einen Sachverständigen ausfallen. Rund 77 Prozent schätzten die Kosten niedriger, als sie tatsächlich sind.
Komplizierte Kostenberechnung
Das Honorar für Rechtsanwälte, die Gerichtsgebühren und die Vergütung der Sachverständigen sind gesetzlich geregelt. Allerdings ist es für den Laien sehr schwer, hieraus die tatsächlich anfallenden Kosten zu ermitteln. So hängt die Höhe der Gebühren und der Gerichtskosten oftmals vom Streitwert ab. Dieser wird häufig erst nach Beendigung des Rechtsstreits vom Richter festgelegt.
Außerdem muss nicht immer derjenige, der einen Prozess verliert, dem Gegner die Kosten erstatten. Eine Ausnahme gibt es im Arbeitsrecht. In der ersten Instanz trägt hier jede Partei ihre Anwaltskosten selbst. Aber auch in den Fällen, in denen der Gegner die Anwaltskosten erstatten muss, kann es passieren, dass tatsächlich kein Geld gezahlt wird, zum Beispiel wenn der Gegner insolvent ist. Der Mandant muss dann seinen Rechtsanwalt selbst bezahlen.
Damit „Recht bekommen“ nicht eine Frage des Geldes ist
In den letzten drei Jahren sind die Anwalts- und Gerichtskosten im Schnitt um 16 Prozent gestiegen. Damit haben sich auch die Kosten für die Verbraucher stark erhöht, ihre Rechte durchzusetzen. Auch laut Forsa Studie sind 52 Prozent und damit mehr als die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass derjenige, der das meiste Geld für Anwälte zur Verfügung hat, vor Gericht Recht bekommt. Rund 46 Prozent der Befragten würden sogar eher auf eine Klage verzichten, wenn die Prozesskosten dafür höher sind als der Streitwert, um den es geht.
Wissen Sie, wie teuer ein Rechtsstreit ist?

SachverhaltKostenrisiko*
Sommerurlaub mit der Familie – Ärger
mit dem Reiseveranstalter, Kosten der
Reise: 3.550 Euro
2.150 Euro
Kündigung ausgesprochen, monatliches
Bruttoentgelt des Mitarbeiters 2.700 Euro
(Aufhebungsvergleich)
2.150 Euro
Tempolimit nicht beachtet und 1 Monat
Fahrverbot, Geldbuße 200 Euro
1.050 Euro
Verkehrsunfall mit Schadensersatz,
Schmerzensgeld und Verdienstausfall,
Forderung insgesamt 20.000 Euro
6.100 Euro
Kündigung der betrieblichen Gewerberäume, monatliche Pacht 3.000 Euro8.300 Euro

* regelmäßige ca. Kosten eines Verfahrens in der 1. Instanz (Rechtsanwalts-und Gerichtskosten; Sachverständigenkosten können ggf. noch hinzukommen)
■ Judith Hemann-Ihle und Anne Hilchenbach

Geschäftsführer und Vorstände tragen große Verantwortung und müssen bei Entscheidungen einen kühlen Kopf bewahren. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass getroffene Entscheidungen falsch waren und finanzielle Nachteile mit sich bringen, sind Differenzen vorprogrammiert.
Das Anstellungsverhältnis eines Vorstands oder Geschäftsführers ist vertraglich frei ausgehandelt und meistens zeitlich befristet. Es handelt sich nicht um ein normales Arbeitsverhältnis. Demzufolge werden Streitigkeiten auch nicht vor dem Arbeitsgericht, sondern vor dem Landgericht und dort der Kammer für Handelssachen ausgetragen. Das hat weitreichende Konsequenzen: das Kündigungsschutzgesetz und das Betriebsverfassungsgesetz sind nicht anwendbar. Das Kostenrisiko ist erheblich, denn der Streitwert orientiert sich an den vereinbarten Leistungen aus dem Anstellungsvertrag. Dadurch können sehr hohe Anwalts- und Gerichtskosten entstehen, zum Beispiel bei Kündigung beträgt der Streitwert bis zu drei Jahresgehälter. Darüber hinaus erstreckt sich das Kostenrisiko auch auf die gegnerischen Kosten, was vor dem Arbeitsgericht in der ersten Instanz nicht so ist.
Streitigkeiten um Anstellungsverträge eines Vorstands oder Geschäftsführers werden vom privaten Rechtsschutz nicht abgedeckt. Eine Lösung bietet hier der Anstellungsvertrags-Rechtsschutz. Er umfasst die Kosten außergerichtlicher und gerichtlicher Streitigkeiten aus dem Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitgliedes oder Geschäftsführers. Beispiele aus der Praxis sind unter anderem Streit wegen der Nichtzahlung oder Kürzung von Bezügen, Tantiemen, Gewinnbeteiligungen oder aber auch um den Dienstwagen und anderen Vergünstigungen sowie Kündigungsstreitigkeiten.
Tipp: Bei der LVM-Rechtsschutzversicherung genießt der Versicherungsnehmer, der den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz abgeschlossen hat, noch einen weiteren Vorteil: Er kann den Berufsrechtsschutz gegen Beitragsnachlass aus dem privaten Rechtsschutzpaket ausschließen, falls der Einschluss nicht noch für eine mitversicherte Person von Bedeutung ist.
■ Monika Dahlhaus

Gewerbliche Tierhaltung, Energieerzeugung, Direktvermarktung – die moderne Landwirtschaft hat heute viele Erscheinungsformen. Der Landwirtschafts-Kombi-Rechtsschutz der LVM bietet für jeden Betrieb eine maßgeschneiderte Lösung.
Die Landwirtschaft in Deutschland verändert sich. Ein Konzentrationsprozess sorgt für einen Rückgang der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe. Pro Betrieb nehmen die bewirtschafteten Flächen sowie die Tierhaltung zu. Der Anteil gesellschaftlicher Unternehmensformen (GbR, KG, Genossenschaft etc.) wird immer größer.
Viele Landwirte haben auf eine gewerbliche oder teilweise gewerbliche Tierhaltung umgestellt oder investieren in erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft oder Biogas. Andere haben sich zusätzliche Verdienstmöglichkeiten erschlossen, zum Beispiel einen Hofladen, andere Formen der Direktvermarktung oder die Pensionstierhaltung. Üblicherweise sind die mit diesen Betriebserweiterungen zusammenhängenden Risiken nicht im Rahmen eines Landwirtschafts-Rechtsschutzes versichert.
LVM-Rechtsschutz bietet mehr
LVM-Rechtsschutz hat auf die Veränderungen reagiert und bietet ihren landwirtschaftlichen Kunden nun ein völlig neues Deckungskonzept. Wichtige Leistungen sind von Anfang an ohne Zuschlag mitversichert: Zum Beispiel alle Streitigkeiten rund um die Gewährung und Kürzung der Betriebsprämie, Enteignungsangelegenheiten etwa im Rahmen von Straßenbau oder Flurbereinigung und Streitigkeiten um einmalige Erschließungs- und Anliegerbeiträge. Einmalig in der Branche ist der Beratungsrechtsschutz bei Hofübergabe, der die Übernahme von bis zu 1.000 Euro Rechtsanwalts- oder Notarkosten garantiert.
Ferner bietet der Landwirtschafts-Kombi Schutz vor Risiken, die immer wieder auf den Höfen vorkommen: zum Beispiel Streitigkeiten mit Firmen und Handwerkern, dem Finanzamt oder der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft In Betrieben mit Direktvermarktung wird der Arbeitsrechtsschutz immer wichtiger – zum Beispiel bei Streitigkeiten mit Saisonarbeitskräften.
Soweit der Nebenbetrieb gewerbesteuerfrei ist, sind auch solche Streitigkeiten in der
Grunddeckung bereits enthalten. Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb sind auch Fuhrpark, Hof und Grund und der Privatbereich versichert. Rechtsschutz besteht dabei für den Versicherungsnehmer, den Ehe- oder Lebenspartner, Kinder, und Mitarbeiter; darüber hinaus auch für Mitinhaber, Hoferben, Altenteiler, sofern sie auf dem Hof wohnen und dort ausschließlich tätig sind.
Maßgeschneiderte Vertragsgestaltung
Die LVM berechnet die Prämie nach der bewirtschafteten Fläche des landwirtschaftlichen Betriebs je Hektar. Gewerbliche Tierhaltung wird durch eine Ausgleichsberechnung berücksichtigt, weitere Betriebe können mit eingeschlossen werden. Windkraft-, Biogas- und größere Photovoltaikanlagen können gegen eine günstige Zusatzprämie versichert werden. Gleiches gilt für den wichtigen erweiterten Strafrechtschutz. Die umfangreiche Selbstbeteiligungsstaffel von 0 Euro bis 1.000 Euro schafft flexible Möglichkeiten der Preisgestaltung und senkt die Beiträge um bis zu 70 Prozent. Damit ist eine maßgeschneiderte Vertragsgestaltung garantiert.
Auskünfte bekommen Sie bei der IGU und in Ihrem LVM-Servicebüro vor Ort.

■ Anne Hilchenbach

Streitigkeiten, Gerichtsverhandlungen, Anwaltskosten – die meisten Vermieter können ein Lied davon singen. Leider. Denn gerade als Vermieter ist man häufiger als andere dazu gezwungen, sein gutes Recht durchzusetzen, notfalls auch vor Gericht. Gerade deshalb wird Rechtsschutz immer wichtiger für Vermieter.
Passend hierzu bietet die LVM jetzt einen umfassenden Vermieter-Rechtsschutz zu optimalen Konditionen. Das heißt: Rechtsschutz von Anfang an mit freier Anwaltswahl für Beratung, außergerichtliche Vertretung und Gerichtsverfahren. Und wenn es sein muss, zahlt LVM-Rechtsschutz sogar die Räumung durch den Gerichtsvollzieher. Noch ein Vorteil: Bei uns sind ein unbegrenzter Inkasso-Service und 5 Jahre Bonitätsprüfungen im Jahr durch ein renommiertes Inkasso- Büro inklusive. Die kümmern sich um offene Mietposten und prüfen die Zahlungsfähigkeit Ihrer zukünftigen Mieter.

Schlichten statt streiten: Mediation

Ab sofort vermittelt LVM-Rechtsschutz auch Mediationen. Wenn Sie es wünschen. Konflikte zum Beispiel mit Ihren Mietern werden unter professioneller Verhandlungsführung bereinigt. Am runden Tisch oder auch am Telefon suchen alle Beteiligten nach einer für alle akzeptablen Lösung. Das spart Zeit, Nerven und schont die Beziehung zu Ihrem Mieter.

Hilfe sofort: Fragen Sie den Anwalt

Telefonisch oder per Mail. Über 120 Anwälte stehen für Sie unter der Nummer (0800) 70 20 123 bereit. So ist guter Rat nicht teuer, sondern kostenfrei. Schildern Sie den Rechtsstreit und fachlich versierte Anwälte geben Ihnen sofort Antwort, die Ihnen konkret weiter hilft. Denn viele Probleme lassen sich schon mit einem Anruf klären. Mit RechtsschutzPlus erhalten Sie sogar präventiven Rechtsschutz. Dafür, dass es erst gar nicht zum Rechtsstreit kommt. Schicken Sie zum Beispiel einem Anwalt die von Ihnen verfasste Kündigung zur Prüfung. Er sagt Ihnen schon vorab, ob sie auch vor Gericht Bestand haben wird. Oder klären Sie Rechtsfragen zu Nebenkostenabrechnungen, bevor Sie sie verschicken.

Alle Vorteile auf einen Blick

Rechtsschutz von Anfang an für

§ Beratung
§ Mediation
§ außergerichtliche Vertretung
§ Gerichtsverfahren
§ Zwangsvollstreckungen
§ Freie Anwaltswahl
§ Deckungssumme 1 Million Euro (mit RechtsschutzPlus 2 Millionen Euro)
§ Geringe Selbstbeteiligung von nur 150 Euro
§ Nur 139 Euro Jahresbeitrag je Wohneinheit (Beitrag steuerlich absetzbar)
§ Für bis zu 10 privat vermietete Wohneinheiten
§ Bis maximal 18.000 Euro Jahresbruttomiete je Wohneinheit
§ Optimale Ergänzung zu jedem Kombi-Rechtsschutz Produkt

Leistungsumfang

§ Kostenfreie Anwaltshotline
§ Anwaltskosten
§ Kosten für Mediationen
§ Gerichtskosten
§ Sachverständigenkosten
§ Neu: Inkasso-Service
§ Neu: 5 Bonitäts-Prüfungen im Jahr
■ Karsten van Husen

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise hat sich die Zahlungsmoral der Deutschen deutlich verschlechtert. Nach Angaben der Inkasso-Branche ist davon vor allem der Mittelstand betroffen.

Derzeit erhalten nur zwei von drei Firmen des deutschen Mittelstandes ihr Geld fristgerecht, so die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Ein effektiver und professioneller Forderungseinzug sei deshalb gerade hier besonders wichtig. Dies gerade auch, um den viel gefürchteten Dominoeffekt zu vermeiden. Denn wenn die eigenen Kunden nicht zahlen, können auch die Rechnungen der Lieferanten nicht pünktlich beglichen werden. Dazu kommen geringere Geschäftserwartungen und die sich verschärfende Zurückhaltung der Finanzinstitute für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen. Dies kann schnell zu eigenen Liquiditätsproblemen bis hin zur Unternehmensinsolvenz führen.
„Firmen warten oft zu lange, ehe sie Fachleute mit dem Forderungseinzug beauftragen“, weiß auch Wolfgang Spitz, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Inkasso-Unternehmen aus langjähriger Berufserfahrung zu berichten „Aber je früher wir uns einschalten, desto größer ist die Chance, doch noch das Geld zu bekommen.“ Vor allem bei Kunden, die sich nicht mehr melden, sei Eile geboten.

Jetzt Neu: LVM-Inkasso-Service

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, hat der LVM seinen Gewerbe-Kombi-Rechtsschutz um eine besondere Serviceleistung erweitert: Den LVM-Inkasso-Service. Über diesen können Gewerbekunden unstreitige Geldforderungen ihrer Kunden zwischen 50 Euro und 100.000 Euro außergerichtlich einfordern. Um das Forderungsmanagement kümmert sich die renommierte Seghorn Inkasso GmbH. Und der Clou: Für bis zu 5 Forderungen im Jahr übernimmt LVM-Rechtsschutz die Kosten.

Und so funktioniert der LVM-Inkasso-Service:
Mit den Partnern LVM-Rechtsschutz und Seghorn Inkasso GmbH erhalten Gewerbekunden einen professionellen Inkasso-Service, der einfach und schnell über Telefon und Internet funktioniert. Und auch noch Geld spart: Wird beispielsweise ein Rechtsanwalt mit der Einziehung einer Forderung von gut 4.500 Euro beauftragt, kann bereits das erste Schreiben an den Schuldner rund weitere 500,00 Euro kosten (s. Beispiel rechts). Und es gilt: Je teurer die Forderung, desto höher die Anwaltsgebühren. Gewerbe-Kombi-Kunden des LVM brauchen dieses Kostenrisiko nicht zu fürchten – dank dem neuen Inkasso-Service. Die sonst üblichen Zusatzkosten für das außergerichtliche Inkasso fallen nicht an – ein echter LVM-Vorteil!

Gewerbe-Kombi: Das Wichtigste geschäftlich und privat

Der LVM-Inkasso-Service ist dabei nur eine der vielen sinnvollen Leistungen des neuen Rechtsschutztarifs. Im Gewerbe-Kombi-Rechtsschutz hat der LVM alle wichtigen versicherbaren Rechtsgebiete für Unternehmer kleiner und mittlerer Betriebe zusammengefasst. Diese finden bestmöglichen Versicherungsschutz für Fälle, die Firma, Verkehr, Eigentum, Miete und Pacht oder den Privatbereich betreffen. Vom Arbeitsrecht über Pachtrecht bis hin zu Streitigkeiten vor dem Finanzgericht, um nur einige von vielen Leistungsbausteinen zu nennen. Die Bausteine können individuell kombiniert und mit Zusatzleistungen optimiert werden. So erhält jedes Unternehmen sein maßgeschneidertes Versicherungspakt. Mit flexiblen Selbstbeteiligungen kann sogar der Beitrag bestimmt werden. Dies ergibt einen günstigen und bedarfsgerechten Versicherungsschutz, der durch schnelle und unbürokratische Hilfe im Schadenfall abgerundet wird. Dies garantiert nicht zuletzt die LVM-Anwalts-Hotline. Und für Unternehmer gilt natürlich: Der Beitrag für den Gewerbe-Kombi-Vertrag ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

■ Anne Hilchenbach

LVM-Inkasso-Service: Die Vorteile auf einen Blick

§ Hohe Erfolgsquote
§ Einfachste Auftragserteilung und Kontrolle via Internet
§ Schnelle und zuverlässige Bearbeitung
§ Seriöses Auftreten und imageschonende Bearbeitung jedes Einziehungsfalles
§ Keine Wartezeiten, keine Selbstbeteiligungen, keine Risikoausschlüsse

Wie teuer ist ein übliches Mahnverfahren?

Unternehmer U. hat eine offene Forderung in Höhe von 4.550,00 Euro, bisherige Mahnungen blieben erfolglos. U. schaltet einen Rechtsanwalt ein, der die Forderung prüft und eine weitere Mahnung erstellt. Dafür kann sein Rechtsanwalt folgende Gebühren berechnen:

1,3 Geschäftsgebühr, Nr. 2400 VV391,30 Euro
Auslagenpauschale, Nr. 7002 VV 20,00 Euro
19 % Umsatzsteuer, Nr. 7008 VV 78,15 Euro
Gesamtkosten489,45 Euro

Ihre starken Partner: LVM-Rechtsschutz und Seghorn Inkasso

Bereits seit 30 Jahren arbeiten die LVM Versicherungen und Seghorn Inkasso erfolgreich zusammen. Die Basis dieser Kooperation sind Vertrauen und Seriosität, die Firmenphilosophien identisch: Beide stellen höchste Ansprüche an die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen – und sind erst dann zufrieden, wenn ihre Kunden zufrieden sind.
LVM-Rechtsschutz überzeugt seit 40 Jahren mit modernen Produkten, günstigen Beiträgen und Top-Service im Schadensfall. Dies bestätigt wiederholt das kundenorientierte Urteil der unabhängigen Rating-Agentur Assekurata, das LVM-Rechtsschutz jüngst als einzigen Rechtsschutzversicherer in Deutschland mit der Bestnote „Exzellent“ bewertete.

Seghorn Inkasso ist Mitglied des Bundesverbandes der Deutschen Inkasso-Unternehmen und steht als Spezialist für Qualitätsinkasso für einen effektiven und seriösen Forderungseinzug, der sich für die Kunden auszahlt. Dort weiß man genau, wie wichtig diese Arbeit für jeden einzelnen Auftraggeber ist – und vergisst an keiner Stelle, dass ein säumiger Zahler von heute schon morgen wieder ein guter Kunde sein kann.